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Biologischer Landbau mit konventionellen Rebsorten?

Konventionelle Rebsorten (wie Zweigelt, Blaufränkisch, Chardonnay oder Grüner Veltliner) sind anfällig für Echten und Falschen Mehltau. Daher müssen sie im konventionellen Anbau bis zu 10mal pro Saison (in feuchten Jahren noch öfter) mit chemisch-synthetischen Mitteln gespritzt werden. Diese Mittel vernichten auch Nützlinge und zerstören das natürliche Gleichgewicht.

Werden solche Sorten biologisch angebaut, müssen sie, da im biologischen Landbau nur die vergleichsweise „schwachen“ Mittel Schwefel und Kupfer als Fungizide erlaubt sind, noch öfter gespritzt werden. Ein „biologischer“ Zweigelt oder Chardonnay hat daher in der Regel mehr Spritzungen erfahren als sein konventioneller „Bruder“!

Wir verwenden für unsere Weine ausschließlich neu gezüchtete (nicht genmanipulierte) pilzresistente Sorten, die überhaupt nicht (oder in feuchten Jahren maximal einmal mit natürlichem Schwefel) behandelt werden.

Da in Österreich die Lobby der konventionell produzierenden Winzer (und der Fungizidproduzenten) sehr mächtig ist, sind diese Rebsorten in Österreich trotz der Bemühungen von Biowinzern nicht für die Erzeugung von Qualitätswein zugelassen. In den Weinbaugebieten Deutschlands und der Schweiz wird hingegen daraus bereits seit Jahren Qualitätswein produziert… Was sich "Qualitätswein" nennen darf, bestimmt in der EU eben leider noch immer die Agrarpolitik und nicht etwa Verkostungsergebnisse oder chemische Analysen.

Unserer Meinung nach ist ehrlicher biologischer Weinbau nur mit pilzresistenten Sorten möglich. Dafür stehen wir. Auch wenn wir in Österreich nicht "Qualitätswein" aufs Etikett schreiben dürfen.